Wie hoch sollte die Lebensversicherung sein?
Toolance-RedaktionPraktische Finanzbildung · Auf Verständlichkeit geprüft
In einem Satz

Die Versicherungssumme ist die Leistung, die Ihre Begünstigten bei Ihrem Tod während der Vertragslaufzeit erhalten können; sie soll Einkommen ersetzen und wichtige Ziele finanzieren.

Wann diese Schätzung hilft

Nutzen Sie sie, wenn Angehörige von Ihrem Einkommen abhängen, ein Immobilienkredit besteht oder Ausbildungskosten ohne Ihr Einkommen schwer zu tragen wären. Dasselbe Planungsprinzip gilt in Indien, den USA, Kanada und dem Vereinigten Königreich, obwohl Produkte, Steuern und Vertragsregeln unterschiedlich sind.

Der Bedarf ist keine feste Zahl für alle Menschen. Er verändert sich mit Einkommen, Familiensituation, offenen Krediten, vorhandenen Rücklagen und bereits bestehendem Schutz. Eine alleinstehende Person ohne finanzielle Angehörige hat andere Anforderungen als eine Familie mit kleinen Kindern und langfristigem Hauskredit.

So erstellen Sie eine einfache Schätzung

  1. Listen Sie das jährlich zu ersetzende Einkommen, offene Kredite und künftige Ziele wie Ausbildung auf. Legen Sie fest, über wie viele Jahre die Familie Unterstützung benötigen könnte.
  2. Ziehen Sie liquide Ersparnisse, EPF und bereits bestehende Lebensversicherungen ab. Vermögen, das für andere Zwecke gebunden ist, sollte nicht doppelt gezählt werden.
  3. Berechnen Sie die Lücke mit dem Rechner für den Lebensversicherungsbedarf und prüfen Sie eine grobe Prämie danach mit dem Prämienschätzer für Risikolebensversicherungen.

Schätzen Sie Ihre Versorgungslücke mit wenigen Angaben.

Rechner für Versicherungsschutz öffnen

Durchgerechnetes Beispiel

Angenommen, Sie möchten mehrere Jahre Familieneinkommen sowie einen Immobilienkredit absichern. Addieren Sie den Einkommensersatz, die Restschuld und wichtige künftige Ziele. Ziehen Sie anschließend EPF, verfügbare Ersparnisse und bestehenden Versicherungsschutz ab. Der Rechner zeigt den verbleibenden Bedarf.

Dieses Ergebnis ist eine Planungsskizze. Es sagt nicht, welche Police Sie kaufen sollten, und garantiert keine Annahme durch den Versicherer. Gesundheitszustand, Alter, Beruf, Raucherstatus, Laufzeit und Vertragsmerkmale beeinflussen Verfügbarkeit und Prämie. Berechnen Sie zuerst den Bedarf und beurteilen Sie erst danach, welche Prämie dauerhaft tragbar ist.

Überprüfen Sie außerdem, ob eine angenommene Einkommenssumme Inflation und den Zeitraum bis zur finanziellen Selbstständigkeit der Angehörigen angemessen berücksichtigt. Eine große runde Faustregel kann als erster Hinweis dienen, ersetzt aber keine Aufstellung konkreter Ziele und Verpflichtungen.

Ehrliche Grenzen

  • Gesundheit, Beruf und Risikoprüfung können verändern, welchen Schutz Sie tatsächlich erhalten und zu welchen Bedingungen.
  • Zusatzbausteine, Leistungsvoraussetzungen und Ausschlüsse werden hier nicht bewertet. Lesen Sie die Vertragsunterlagen vollständig.
  • Dies ist keine Empfehlung zum Kauf einer bestimmten Police. Produktwahl und persönliche Eignung können qualifizierte Beratung erfordern.

Aktualisieren Sie Ihre Schätzung nach Geburt eines Kindes, Aufnahme oder Tilgung eines großen Kredits, deutlicher Einkommensänderung oder Aufbau zusätzlicher Ersparnisse. Bewahren Sie Begünstigtenangaben und Vertragsinformationen so auf, dass Angehörige sie im Bedarfsfall finden können.

Häufig gestellte Fragen

Faustregeln sind nur Ausgangspunkte. Kredite, Angehörige, Ziele und bestehender Schutz können den Bedarf erhöhen oder senken. Eine zielbasierte Schätzung zeigt besser, wofür das Geld reichen soll und welche Lücke tatsächlich besteht.
Häufig ja, wenn Ihre Familie die EMI ohne Ihr Einkommen kaum weiterzahlen könnte. Geben Sie die aktuelle Restschuld in den Bedarfsrechner ein und vermeiden Sie, denselben Betrag zusätzlich an anderer Stelle zu zählen.
Das Prinzip des Einkommensersatzes ist übertragbar. Lokale Produkte wie Term Life oder Mortgage Protection und deren steuerliche Behandlung unterscheiden sich. Bestätigen Sie Einzelheiten bei einer qualifizierten Stelle vor Ort.
Die Versicherungssumme ist die mögliche Auszahlung. Die Prämie ist der Betrag, den Sie für den Schutz zahlen. Schätzen Sie zuerst den sachlichen Bedarf und prüfen Sie anschließend die Prämie separat.
Die Rechenmethode ist oft übertragbar, doch Währungen, Steuern, Produktnamen und Anbieterregeln unterscheiden sich. Verwenden Sie lokale Werte und prüfen Sie länderspezifische Bedingungen.
Aktualisieren Sie sie, sobald sich Einkommen, Schulden, Familienstand oder Ziele ändern. Bewahren Sie die Annahmen beim Ergebnis auf, damit spätere Vergleiche verständlich bleiben.